WIEDERHOLUNGSTÄTER ZARA: SCHON WIEDER KOPIERT

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ZARA

via Boris Schmitz

via Boris Schmitz

„Ich wusste, dass ZARA das vor einigen Jahren mit Künstlern aus Los Angeles gemacht hat. In meiner Community ist ZARA bekannt dafür.“, erklärt der 24-jährige Boris Schmitz  im Interview mit The Fashion Law.

Seit 2012 zeichnet der Master-Student an der Universität Köln kleine Figuren, mit denen er laut eigener Aussage die „Individuen in unserer modernen, von sozialen Medien geprägten Zeit“ in den Fokus rückt.

Er ist ein weiteres Opfer der größten aller Billo-Copycats geworden. Das spanische Unternehmen ließ seine „Individuen in der modernen Zeit“ auf eine rote Lederhandtasche drucken und verscherbelte diese für insgesamt 119$ pro Stück.

Insgesamt erzielte ZARA 2016 einen Jahresumsatz von rund 15,39 Milliarden Euro.Was Boris Schmitz & co davon haben? Richtig, gar nichts.

Mittlerweile ist es zu einer Regelmäßigkeit geworden, dass die Marke sich schamlos an den Designs kleiner Künstler bedient. Der Fall in LA vor etwa einem Jahr zog besondere mediale Aufmerksamkeit auf sich. Ingesamt taten sich 20 Betroffene zusammen, um Zara an den Pranger zu stellen. Denn natürlich hatte man ihnen für ihre Designs, welche auf weiße Shirts gedruckt worden waren, weder Cash angeboten, noch ihr Einverständnis dafür eingeholt.

Mit seiner Geschichte machte Boris Schmitz erneut aufmerksam auf die nicht enden wollende Ausbeutung kleiner Kreativen von großen Unternehmen, die ihre Designs im Netz – auf Instagram und ihren Webseiten veröffentlichen.

Denn nicht nur ZARA – auch H&M und FOREVER21 sorgen regelmäßig für Copy-Cat Skandale im Modemilieu. Während Forever21 Referenzen des Sad Boy Merches von Yung Lean auf ihre Hoodies drucken ließ, bediente sich H&M zuletzt an dem Logo des kleinen Hamburger Modelabels AIGHT.

AIGHT

H&M

Schmitz ging mit seinem Problem zur Modepolizei unter den Online-Magazinen – „The Fashion Law.“ Diese berichteten von dem Fall, Schmitz selbst veröffentlichte eine Gegenüberstellung auf seinem Instagram-Account. Mehrfach wurde das Bild kommentiert, viele verlinkten weitere Magazine, um sie auf die Thematik aufmerksam zu machen. Die rote Lederhandtasche mit den skizzenhaften Zeichnungen darauf ist mittlerweile aus dem Sortiment genommen worden und weder online, noch im Laden erhältlich. Lösen tut dieser Schritt die tiefergehende Problematik der Branche jedoch nicht.

Category: News

Von: Angelika Watta

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