Burn, Burberry, Burn!

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Herbst 2017 berichteten wir über die Verbrennungsanlagen von H&M.

Allein H&M Dänemark soll rund 12 Tonnen nicht verkaufter, kompletter neuer Kleidung im Jahr verbrennen. Genau die Marke, die seit Jahren Millionen in Greenwashing pumpt. Ein hochgradig perverser Einzelfall? Nein, in diesen Tagen wird klar, dass das verbrennen von nagelneuen Produkten nicht nur bei den vertikalen, schon immer eher fragwürdigen Mode-Unternehmen eine Rolle spielt, sondern auch in der 1 Liga:

Das britische Traditionshaus Burberry gerät aktuell in die Schlagzeilen, weil auch sie neue Ware verbrennen. Lieber brandneue Produkte verbrennen, als Marke, so die Strategie der Verantwortlichen. Burn, Burberry, Burn! Laut dem jüngsten Geschäftsbericht von Burberry Plc. wurde Ware im Wert von 18,8 Millionen Pfund verschrottet, 2017 waren es ganze 143 Prozent mehr (26,9 Millionen Pfund) und im gerade im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die britische Traditionsmarke Waren im Wert von 28,6 Millionen eliminiert.

Rabatt ist der große Feind der Luxux-Industrie. Dann lieber, so absurd sich das anhört, Waren zerstören, „Es fällt uns nicht leicht, Ware zu zerstören“, gab der Aufsichtsratsvorsitzende John Peace zu. Ach so, na dann! Doch Rabatte, so das Kalkül, beschädigen Marge und Marke.

Bei Burberry hat kürzlich Riccardo Tisci den Posten des Creative Directors übernommen. Wünschenswert wäre, wenn Tisci auf eine Idee kommt, die noch origineller ist, als Neuware im Wert von 28,6 Millionen Pfund zu zerstören, eventuell weniger, kalkulierter produzieren?

Category: News

Tags: burberry

Von: David Kurt Karl Roth

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